Veranstaltungen

Jubiläumstagung von 22. bis 24. September 2022

 

50 Jahre analytische Kinder und Jugendlichenpsychotherapie und

20 Jahre Babyambulanz

"Kinder- und Jugendlichen Psychoanalyse:  Innere und äußere Konflikte"

Den Programmablauf und die Anmeldeformalitäten finden Sie im Flyer.

Hinweis: Abstracts zu den Veranstaltungen finden Sie auf der Seite Jubiläumstagung

 

Aloys-Leber-Vorlesungen

Das Soziale und das Unbewusste
Zum 100. Geburtstag von Alfred Lorenzer

Die Psychoanalyse bringt zu Bewusstsein, was keiner anderen Wissenschaft in dieser Schärfe gelingt: soziales Leid, das den Menschen angetan wurde und das sie selbst nicht mehr auszusprechen vermögen, weil die Verhältnisse sie sprachlos gemacht haben: weil sie ihr Unglück, ihr Elend, die gesellschaftlich hergestellt sind, nur noch erleiden, jedoch nicht mehr erkennen können“ (Lorenzer 1984).

 Die Spannung zwischen Natur und Kultur, zwischen Körperfiguren und sozialen Erfahrungen, wie sie sich als Erlebnismuster ins Unbewusste des menschlichen Seelenlebens einschreiben, stehen im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Schaffens von Alfred Lorenzer. Die Methode der Psychoanalyse, der psychoanalytischen Pädagogik und der tiefenhermeneutischen Kulturanalyse prägt er vor allem durch sein Konzept des Szenischen Verstehens. Darin wird das erlebende und verstehende Subjekt als essentieller Teil des Forschungsprozesses verstanden. Der oder die Analytiker:in lässt sich auf das Spiel mit dem anderen (Patient:in, Kind, Text) ein, betritt selbst die Bühne der Inszenierung und „nimmt real am Spiel teil. Nicht das Verstehen bildet das Zusammenspiel, sondern die Wirklichkeit des szenischen Zusammenspiels konstituiert das Verstehen“ (Lorenzer 1983). Die therapeutische oder pädagogische Selbstreflexion mit der Fähigkeit, eigene feste Vorannahmen zu verflüssigen, rückt in den Mittelpunkt des Erkenntnisprozesses.

Den 100. Geburtstag des gesellschaftskritischen Frankfurter Psychoanalytikers und  Sozialisationsforschers begehen wir mit einer Vortragsreihe über wesentliche Aspekte seines wissenschaftlichen Schaffens und deren Aktualität. In intergenerationalen Vortragstandems werden die historischen Wurzeln des psychoanalytischen Verstehens, seine sozialisationstheoretischen Beiträge zum Bildungsprozess des Kindes und deren Bezüge zur Pädagogik, Sonderpädagogik und Kinderpsychotherapie reflektiert.
Die Vortragsreihe richtet sich an
• Lehrerinnen und Lehrer aus allen Schulformen,
• Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten,
• Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten,
• Lehrende und Forschende des Fachbereichs,
• Studierende der Erziehungs- und Sozialwissenschaften,
• Studierende der Sozialen Arbeit,
• Kandidatinnen und Kandidaten der psychotherapeutischen Ausbildung.
Organisation: Prof. Dr. Frank Dammasch, Prof. Dr. Dieter Katzenbach, Dr. Marian Kratz
Akkreditierung für PsychotherapeutInnen bei der Psychotherapeutenkammer Hessen und für die Lehrerfortbildung beim Hessischen Institut für Qualitätssicherung beantragt.
 TERMINE: 

Immer donnerstags um 20 Uhr
05. Mai 2022, 19. Mai 2022
02. Juni 2022, 09. Juni 2022, 23. Juni 2022, 30. Juni 2022

VERANSTALTER:

Institut für Sonderpädagogik an der Goethe-Universität
FB Soziale Arbeit und Gesundheit, Frankfurt University of Applied Sciences
In Kooperation mit:
Anna Freud Institut, Förderverein des Anna-Freud-Instituts
Brandes und Apsel Verlag
Studentische Initiative Psychoanalytische Arbeiten - Arbeiten mit der Psychoanalyse

UNKOSTENBEITRAG:
5 €; Studierende und KandidatInnen frei

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